27.07.2015 SV Steinfurth - SC Dortelweil 2:6

Mit seinem Spiel in der ersten Pokalrunde gegen den SV Steinfurth hat gestern auf dem Kunstrasen in Rödgen der SC Dortelweil seine Pflichtspielsaison 2015/2016 eröffnet. Das Ziel für dieses Spiel war dabei klar formuliert. Als der klassenhöhere Verein war man der Favorit auf den Einzug in die zweite Runde und wollte dem natürlich auch gerecht werden. Gleichzeitig konnte man sich angesichts nur zweier Testspiele im Rahmen der Vorbereitung nicht sicher sein, wie das Formbarometer ausschlagen würde. Zudem traf man mit dem SV Steinfurth auf einen ambitionierten Kreisoberligisten, den man auf keinen Fall unterschätzen durfte. Die Anspannung vor dem Spiel war also hoch.

Auf dem engen Platz in Rödgen versuchte man den Gegner direkt von Beginn an unter Druck zu setzen. Trainer Beierle gab die Devise aus, die Gegenspieler schon in der eigenen Hälfte bei der Ballannahme zu stören, was in der Anfangsviertelstunde aber nur mäßig gelang. Man spürte, dass die in einigen Bereichen neu formierte Mannschaft des SC Dortelweil noch über zu wenig Spielpraxis verfügte. Die Steinfurther machten es geschickt und befreiten sich immer wieder aus der Umklammerung mit lang geschlagenen Diagonalbällen auf die ballentfernte Seite. Hier hatten die Spieler des SC Dortelweil Schwierigkeiten, Zugriff zu bekommen. Folgerichtig gelang dem SV Steinfurth nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld und einem geschickten Pass in die Schnittstelle der Dortelweiler Abwehr die 1:0 Führung durch Sascha Zander (21.).

In der Folge war es dann aber zunehmend die Mannschaft des SC Dortelweil, die das Spiel bestimmte. Mit zunehmender Zeit bekam man Kontrolle über den Ball und das Spiel, gewann zunehmend die Zweikämpfe und kam zu ersten kleineren Chancen. Für den Ausgleich bedurfte es jedoch einer Einzelaktion von David Beljan, der in der 31. Minute einen 25 Meter Distanzschuß abließ, der ohne Chance für den Torhüter in der rechten Ecke des Gehäuses einschlug. Das war der endgültige Weckruf für die Mannen von Markus Beierle, die dem Publikum danach teilweise überragende Ballstaffeten zeigten. Belohnt wurden sie dann auch in der 40. Minute als Beljan einen durch Bittner geschlagenen Freistoß per Kopf im Tor unterbrachte, sowie durch Bittner selbst, der einen Fehlpass im Spielaufbau der Steinfurther nutzte, um allein auf das Tor zuzulaufen und gekonnt aus etwa 16 Metern dem Torhüter keine Chance zu lassen. Nicht unerwähnt bleiben muss jedoch, dass sich die Dortelweiler nach wie vor immer wieder leichte Abspielfehler erlaubten, die den Steinfurthern Kontermöglichkeiten einbrachten. Bei einer etwas konsequenteren Nutzung dieser Möglichkeiten, hätte sich auf Dortelweiler Seite niemand über ein anderes Halbzeitergebnis beklagen dürfen.

Für die zweite Hälfte wollte man deshalb nun auch schnell die endgültige Entscheidung herbeiführen. Wie aber bereits in der ersten Hälfte war es auch in der zweiten Hälfte zunächst der SV Steinfurth, der von einem Ballverlust durch Beljan profitierte und in der 62. Minute den Anschlusstreffer zum 2:3 durch Marcel Müller erzielte. Die Antwort ließ diesmal aber nicht lange auf sich warten. In der 67. Minute war es Assheuer der aus der Distanz abzog. Der Torhüter ließ den Ball nach vorne abklatschen und Zegai gewann das Laufduell gegen seinen Gegenspieler, um mit der Fußspitze zum 2:4 einzunetzen. Wer jetzt allerdings dachte, dass sich Steinfurth würde hängen lassen, sah sich getäuscht. Im Gegenteil, sie blieben weiter dran und erkämpften sich immer wieder den Ball im Mittelfeld. Das Ergebnis war eine riesen Chance, wo Thies im Tor der Dortelweiler bereits ausgespielt war und der Steinfurther Stürmer am leeren Tor vorbei schob. Letzlich konnte Dortelweil aber dann doch durch den sehr gut aufgelegten Beljan den verdienten Endstand herausschießen, der zwei fast identische Konter jeweils im direkten Duell mit dem Steinfurther Keeper erfolgreich abschloss. Einmal in die linke Ecke und das andere Mal in die rechte.

So konnten die Bad Vilbeler Vorstädter mit der Gewissheit die Heimfahrt antreten, dass man zumindest schon mal den Auftakt in die neue Saison erfolgreich hat gestalten können und dass man in der zweiten Runde des Kreispokals nun Mitte August auf den B-Ligisten TSG Wölfersheim treffen wird. Zuvor wird man mit dem 1. FC-TSG Königstein am kommenden Freitagabend jedoch auf einen Gegner höheren Kalibers treffen. Dabei wird es darauf ankommen, die Zahl der Abspielfehler zu minimieren, um seine eigene Qualität in die Waagschale werfen zu können. (mg)

Aufstellungen

SV Steinfurth: Liebig, Riedmeier, Russ, Parisi, Milek, Beutnagel, Müller, Zander (27. Rienmüller), Landvogt (70. Göbel), Contin, Reichardt

SC Dortwelweil: Thies, Hochgesand, Cholewa (77. Schuster), Bamberg, Eiwanger, Assheuer (72. Brinkert), Bittner, Ghebrezghi, Ljujic (30. Zegai), Stahl, Beljan

Torfolge

1:0 Zander (21.)
1:1 Beljan (31.)
1:2 Beljan (40.)
1:3 Bittner (43.)
2:3 Müller (62.)
2:4 Zegai (67.)
2:5 Beljan (72.)
2:6 Beljan (74.)

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